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Künstlerinnen in Syrien: Eine journalistische Bestandsaufnahme

Die Situation der syrischen Frauen ist extrem schwierig. Viele Frauen sind völlig alleine, weil ihre Männer, Söhne und Brüder getötet worden sind. Statistiken belegen, dass mehr als ein Viertel der syrischen Familien von einer Frau erhalten werden.

 

Besonderes Augenmerk verdienen jene Frauen, die trotz dieser schwierigen Bedingungen und trotz Krieg künstlerisch tätig sind – ohne finanzielle Unterstützung dafür zu bekommen und ohne auf Anerkennung für ihre künstlerische Arbeit hoffen zu können. Diese Frauen verdienen große Anerkennung dafür, dass und wie sie dem psychischen Druck, der Angst, der Trauer und der Wut standhalten, die dieser Krieg verursacht.

 

Eine dieser Künstlerinnen, Nuha Jubara, wurde mit Ihrem Ehemann und vier Kindern gewaltsam aus ihrem Haus in Jobar (nahe Damaskus) vertrieben. Ihr Haus, ihr Atelier und ihre Kunstwerke wurden zerstört und verbrannt. Trotzdem hat sie weder ihr Leben noch ihre Kunst aufgegeben. Sie hat weiter gemalt und schließlich ihre Werke in einem Ärztezentrum mitten in Damaskus ausgestellt.

 

Salwa Saleh berichtet in ihrem Vortrag über das Leben und die Arbeit von ausgewählten syrischen Künstlerinnen. Eine dieser Künstlerinnen ist Nuha Jubara. In ihrer Arbeit beschreibt sie Lebensumstände, die von ihren eigenen Erfahrungen und den anderer Frauen inspiriert sind.

 

Salwa Saleh: Geboren 1956 in Damaskus/Syrien, Journalistin seit 1980, lebt in Damaskus. Der Fokus ihrer journalistischen Tätigkeit ist auf Kunst und Kultur gerichtet.

Vortragssprache: Der Vortrag wird auf Arabisch gehalten (Dauer: ca. 20-30 Minuten) und konsekutiv ins Deutsche übersetzt.

Moderation: Andrea Hummer, transpart – Verein für transnationale Partizipation

Opening: Vortrag, 13. Juli 2017, 19 Uhr Ends: Vortrag, 13. Juli 2017, 21 Uhr