renald-bild_1_web-e1496151276981.jpg

RENALD DEPPE: mittelinteressante Ideen & denkdünnes Federspiel

“mittelinteressante Ideen & denkdünnes Federspiel”

ERÖFFNUNG
21. Juni 2017, 19h

»Sieben vorletzte Worte für Ein- bis Dreiheimische.«
Michael Bruckner: Kastenhalslauten
Ernst Reitermaier: Transakustisches Gerümpel
Renald Deppe: Unterbrechungs-Aerophone

»Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen wäre.«
Thomas von Aquin

»Nichts ist verständlich, was nicht vorher von Sinnen wäre.«
Renald vom Hinterland

Das Federspiel (Klang-Graphein) verleiht jedem Zeichen einen tönenden Körper, der nicht in einem Gedächtnis-Käfig verschwindet. Also gilt es, die Zeichen und Farben auf dem Papier so zu verteilen und gegeneinander abzuwiegen, dass eine Art Tanz entsteht, ein Kontrapunkt aus Linien und Rhythmen, welcher nur einmal in einer bestimmten Konstellation erklingt. Wie eigentlich bei jedem Musikstück die Wahrheit des Augenblicks eine unwiederholbare Aufführungsqualität zeitigt. Gedruckte Noten, so heißt es, sind tot.

Diese einzigartige Ausstellung mit den wunderbaren Graphein-Tabulaturen möchte eine akustische Stör- und Nebengeräuschkalligraphie zeigen: auf die Lug- & Trugverschriftungen in der gegenwärtigen medialen Zeichenflut verweisen und zugleich ein Gedächtnis für die feinleisen Dinge in einer Zeit der tosenden Stille entwickeln.

Opening: June 21, 2017 7pm Ends: July 22, 2017 Artists: Renald Deppe : Geboren 1955 in Bochum/BRD. Lebt und arbeitet in Wien. Musikstudium an der Folkwang Hochschule Essen/BRD. Weitere Ausbildung an der Universität für Musik und dastellende Kunst, Wien. Saxophonist & Klarinettist. Konzerttätigkeit: Solo- und Ensemblearbeit in den Bereichen der klassischen, zeitgenössischen und improvisierten Musik. Komponist. Arbeitsschwerpunkte: Kammermusik / Musiktheater. Graphische Notationsarbeiten / Interdisziplinäre Projektgestaltungen / Installationen. Gründer und künstlerischer Leiter : der monatlich stattfindenden KULTURSPEKTAKEL in der Stadtinitiative Wien (bis 1997), der 1991 entstandenen GRABEN-FEST-TAGE der ÖBV, Wien – gemeinsam mit Dr. Johann Hauf (bis 1998), des 1994 ins Leben gerufenen JAZZ-CLUBS „ PORGY & BESS “, Wien – gemeinsam mit Christoph Huber und mathias ruegg (bis 1998), des 2001 enstandenen Festivals 4020. mehr als musik, in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Linz, Dr. Peter Leisch (bis 2003), der 1992 formierten CAPELLA CON DUREZZA, der seit 2002 musizierenden Notgemeinschaft: WACHAUER PESTBLÄSER. (Zusammenarbeit mit Gert Jonke, Elfriede Gerstl, Bodo Hell, Evelyn Schlag, Andreas Okopenko, Friederike Mayröcker... u.a.) 1997/98 musikalischer Leiter im FESTSPIELHAUS ST. PÖLTEN. Seit 1998 Lehrtätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und an der AntonBrucknerUniversität Linz. Seit 1999 Mitherausgeber der oberösterreichischen Kunstzeitschrift KURSIV. 2005 Artist In Residence: „festival 21 / Wien. 2006 Artist in Residence: musik Aktuell / neue musik in NÖ“. 2010 Artist in Residence: exploration of color / National Namdo Music Center, Korea
 2015 Artist In Residence: dar / Lithuanian Composers Union 2006 Grosser Preis der Stadt Wien für Musik. 2015 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich Seit 2011 Kurator von ● Lost & Found ● ( rough music lab ) in der Strengen Kammer des Porgy & Bess.
 Seit 2013 Kurator der ● Public Domain ● ( fine art combinat ) in den Räumen des Porgy & Bess.

 Zahlreiche Einladungen zu internationalen Festivals (Saalfelden, Salzburg, Berlin, Moskau, Krakau, Budapest, Rom, St. Petersburg, Basel, Eriwan, Toronto, Helsinki, Bratislava... u.s.w.)